So sicherst du dir 480 € Gratisgeld!

Das Wertpapiersparen nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz (5. VermBG) ist eine der attraktivsten Möglichkeiten für Arbeitnehmer in Deutschland, mit staatlicher Unterstützung Vermögen aufzubauen. Wer vermögenswirksame Leistungen (VL) clever nutzt, kann sich jedes Jahr eine Arbeitnehmersparzulage vom Staat sichern und gleichzeitig langfristig in Aktienfonds oder ETFs investieren.

In diesem Beitrag erfährst du, wie das Wertpapiersparen nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz funktioniert, welche Voraussetzungen gelten und wie du die maximale Förderung erhältst.

Was ist das 5. Vermögensbildungsgesetz?

Das Gesetz regelt die staatliche Förderung von vermögenswirksamen Leistungen. Ziel ist es, Arbeitnehmer beim langfristigen Vermögensaufbau zu unterstützen.

Kernpunkte des Gesetzes:

  • Arbeitgeber können vermögenswirksame Leistungen (VL) zahlen
  • Arbeitnehmer investieren diese Beiträge z.B. in Aktienfonds
  • Der Staat fördert dies mit der Arbeitnehmersparzulage
  • Es gilt eine Sperrfrist von 7 Jahren

Gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld ist das Wertpapiersparen mit Fonds oder ETFs eine renditestarke Alternative zu klassischen Sparformen.

Wie funktioniert das Wertpapiersparen mit VL?

Das Prinzip ist einfach:

  1. Ihr Arbeitgeber zahlt monatlich bis zu 40 € vermögenswirksame Leistungen
  2. Das Geld fließt in einen fondsgebundenen VL-Sparplan
  3. Der Staat zahlt zusätzlich die Arbeitnehmersparzulage
  4. Nach 7 Jahren steht das Kapital zur Verfügung

Falls Ihr Arbeitgeber keine VL zahlt, können Sie die Beiträge auch aus eigener Tasche leisten – um sich dennoch die staatliche Förderung zu sichern.

Wie hoch ist die staatliche Förderung?

  • 20% Arbeitnehmersparzulage
  • auf maximal 400 € Sparbeitrag pro Jahr begrenzt
  • also bis zu 80 € staatliche Förderung jährlich möglich

Einkommensgrenzen (Stand März 2026)

Die Förderung erhalten:

  • Ledige mit einem zu versteuernden Einkommen bis 40.000 €
  • Verheiratete bis 80.000 €

👉 Wichtig: Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen, nicht dein Bruttogehalt.

Warum lohnt sich Wertpapiersparen besonders?

1. Staatlicher Zuschuss = Sofortrendite

20% Förderung entsprechen einer direkten Rendite von 20% auf Ihren Sparbeitrag. Wo bekommt man das schon.

2. Langfristiger Vermögensaufbau mit Aktien

Aktienfonds oder ETFs bieten historisch deutlich höhere Renditechancen als klassische Sparformen.

3. Zinseszinseffekt über 7 Jahre

Durch regelmäßige Einzahlungen profitieren Sie vom Cost-Average-Effekt und vom Zinseszinseffekt.

Rechenbeispiel: So wächst Ihr VL-Sparplan

  • 40 € monatlich = 480 € jährlich
  • Förderfähig: 400 € → 20% Zulage = 80 € jährlich
  • Laufzeit: 7 Jahre
  • Angenommene Fondsrendite: 6% pro Jahr, z.B. mit einem MSCI World ETF

Ergebnis:

  • Eigenbeiträge: 2880 € für 6 Jahre Einzahlung, 1 Jahr Ruhephase ohne Einzahlung
  • Staatliche Förderung: 480 €
  • Gesamtkapital (inkl. Rendite) nach 7 Jahren, deutlich über 4.000 € möglich

Die staatliche Zulage steigert die effektive Rendite erheblich.

Welche Anlageformen sind erlaubt?

Für die Arbeitnehmersparzulage beim Wertpapiersparen sind zugelassen:

  • Aktienfonds, Mischfonds mit Aktienanteil, ETF-VL-Sparpläne
  • Beteiligungen an Unternehmen (unter bestimmten Voraussetzungen)

Nicht förderfähig sind:

  • Tagesgeld, Festgeld, reine Rentenfonds

Sperrfrist und Verfügbarkeit:

Die gesetzliche Sperrfrist beträgt 7 Jahre:

  • 6 Jahre Ansparphase
  • 1 Ruhejahr

Vorzeitige Verfügung ist nur in Ausnahmefällen möglich (z. B. Arbeitslosigkeit, Heirat, Selbstständigkeit).

Steuerliche Behandlung

  • Die Arbeitnehmersparzulage ist steuerfrei
  • Fondserträge unterliegen der Abgeltungsteuer, Besteuerung erfolgt erst bei Verkauf, wenn der Freibetrag von 1000 € ausgeschöpft ist

Für wen lohnt sich das Wertpapiersparen besonders?

  • Arbeitnehmer mit Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen
  • Personen unterhalb der Einkommensgrenze (40.000 € bzw 80.000 € zu versteuerndes Einkommen)
  • Berufseinsteiger, Lehrlinge
  • Anleger mit langfristigem Anlagehorizont
  • Sparer, die die staatliche Förderung mitnehmen möchten

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Prüfe deinen Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen beim Arbeitgeber. Am besten bei der nächsten Gehaltsanpassung nicht auf eine klassische Lohnerhöhung pochen, sondern dem Arbeitgeber den Abschluss eines VL-Vertrages vorschlagen.
  2. Einkommensobergrenzen prüfen: 40.000€ p.a. oder 80.000€ p.a. für verheiratete Eheleute
  3. Wähle einen günstigen VL-ETF-Sparplan, z.B. auf den MSCI World oder S&P 500.
  4. Vertrag bei einer Bank, Versicherung oder einem Vermögensverwalter abschließen und deinen Arbeitgeber informieren, damit der Betrag vom Steuerbüro des Arbeitgebers gebucht werden kann.
  5. In der Steuererklärung die Arbeitnehmersparzulage beantragen. Die Anlage VL in der Steuererklärung ist seit 2017 weggefallen, die Meldung ans Finanzamt geschieht jetzt elektronisch.
  6. 7 Jahre investiert bleiben. Nach 6 Jahren kannst du bereits einen neuen Vertrag abschließen und weiter sparen.

Fazit: Staatliche Förderung clever nutzen

Das Wertpapiersparen nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz ist eine einfache und effektive Möglichkeit, mit staatlicher Unterstützung in Aktienfonds oder ETFs zu investieren. Wer die Einkommensgrenzen einhält, sichert sich jedes Jahr bis zu 80 € Förderung – praktisch geschenktes Geld.

Gerade für Berufseinsteiger oder Arbeitnehmer mit kleinem oder mittlerem Einkommen ist VL-Wertpapiersparen ein sinnvoller Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau.

Wertpapiersparen vs. Bausparen – Welches VL-Modell ist besser?

Wenn es um vermögenswirksame Leistungen (VL) geht, stehen Arbeitnehmersparzulage und staatliche Förderung im Fokus. Die beiden beliebtesten Anlageformen sind:

  • Wertpapiersparen (fondsgebunden) nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz
  • Bausparen mit VL-Vertrag

Doch welche Option lohnt sich für wen?
Im folgenden Vergleich schauen wir uns Rendite, Sicherheit, Förderung, Flexibilität und Risikoprofil an.


1. Staatliche Förderung im Überblick

MerkmalWertpapiersparen (5. VermBG)Bausparen (VL)
Arbeitnehmersparzulage20 % auf bis zu 400 € p. a. → max. 80 €9% auf bis zu 470 € p. a. → max. 42,30 €
EinkommensgrenzeLedige bis 40.000 €, Verheiratete bis 80.000 €Ledige bis 20.000 €, Verheiratete bis 40.000 €
Förderhöhe pro JahrHöherNiedriger

👉 Fazit: Bei gleichen Voraussetzungen ist die staatliche Förderung beim Wertpapiersparen deutlich höher.

2. Renditepotenzial

Wertpapiersparen

  • Investition in Aktienfonds, Mischfonds oder ETF-Sparpläne
  • Historisch langfristig höhere Renditechancen als klassische Sparformen
  • Vorteil von Cost-Average-Effekt und Aktienmarktrenditen

Bausparen

  • Kombination aus Sparphase und späterem Darlehen
  • Niedrige Sparzinsen in vielen Tarifen
  • Gesamtpaket oft eher „Sicherheit vor Rendite“

👉 Fazit: Wenn du Rendite suchst, gewinnt das fondsgebundene Wertpapiersparen – insbesondere über einen mittleren bis langen Anlagehorizont.

3. Sicherheit & Risiko

Wertpapiersparen

  • Wertschwankungen möglich
  • Risiko hängt vom Fonds/ETF ab
  • Langfristiger Anlagehorizont kann Schwankungen ausgleichen

Bausparen

  • Kapital in der Ansparphase i. d. R. sicher
  • Vertragsguthaben fällt nicht den Aktienmarkt-Risiken zum Opfer
  • Option auf zinsgünstiges Bauspardarlehen

👉 Fazit: Bausparen punktet beim Sicherheitsgefühl, während Wertpapiersparen höhere Renditen, aber auch höhere Schwankungen mitbringt.

4. Flexibilität & Verwendung

Wertpapiersparen

  • Nach 7 Jahren verfügbar ohne Zweckbindung
  • Kein Zwang zu Immobilien- oder Bauverwendung

Bausparen

  • Für Baumaßnahmen, Renovierung, Immobilienkauf geeignet
  • Oft Pflicht zur Verwendung im wohnwirtschaftlichen Bereich

👉 Fazit: Willst du frei über dein Geld verfügen, ist Wertpapiersparen flexibler. Bausparen lohnt sich, wenn ein konkreter Wohnwunsch besteht.

5. Laufzeit & Sperrfrist

AspektWertpapiersparenBausparen
Anspar- und Ruhezeit6 Jahre + 1 Jahr Ruhezeit (7 Jahre Sperrfrist)6 Jahre + 1 Jahr Ruhezeit (7 Jahre Sperrfrist)
Verfügbarkeit vorzeitignur in Ausnahmefällen möglichkaum sinnvoll vor Nutzung

👉 Fazit: Beide Modelle haben vergleichbare Bindungszeiten, jedoch ist bei Wertpapiersparen das Geld ohne Zweckbindung einfach wieder frei.

Für wen eignet sich welche VL-Form?

Wertpapiersparen (ETF/Fonds-VL) eignet sich für:

  • Anleger mit langfristigem Anlagehorizont
  • Menschen, die Risiko akzeptieren für höhere Rendite
  • Sparer ohne konkreten Immobilienplan
  • Alle, die maximale staatliche Förderung nutzen möchten

Bausparen eignet sich für:

  • Menschen mit klarem Wohntraum (Kauf, Bau, Renovierung)
  • Anleger, die mehr Wert auf Sicherheit legen
  • Sparer, die das Bauspardarlehen später nutzen wollen

Mann kann auch beide Sparmodelle kombinieren!

Kurzfazit:
Für viele Anleger ist wertpapierbasiertes VL-Sparen heute die wirtschaftlich sinnvollere Option – weil es höhere Förderung und Renditechancen bietet. Bausparen bleibt interessant, wenn du einen konkreten Immobilienplan hast oder ein sehr sicherheitsorientierter Sparer bist.

Kann man mit nur 40 EUR im Monat ein Teil seiner Altersvorsorge bestreiten?

Um es kurz und knapp zu sagen: ja das geht. Gehen wir von folgenden Voraussetzungen aus:

– Berufsanfänger/Lehrling: 25 Jahre alt

– der Chef zahlt keine Arbeitgebersparzulage

– Laufzeit 42 Jahre, insgesamt 7 aufeinanderfolgende Verträge

– Einzahlung 40 €/mtl. Und somit 480 EUR Förderung nach 6 Jahren, 1 Jahr Ruhephase

– Verzinsung von 8% p.a. mit Hilfe eines MSCI World oder S&P 500 ETF

Welcher Betrag kommt nun heraus nach 42 Jahren Laufzeit dieses Handelssystems mit staatlicher Förderung von 20%? Es sind ca. 175.000 €! Wenn du nun deinen Chef davon überzeugst, dass er bei der nächsten Lohnanpassung lieber einen 40 € Vertrag aufsetzt, dann hast du nach 42 Jahren Aussicht auf diesen Betrag, obwohl du selbst nicht einen Euro eingezahlt hast.

Reicht dieser Betrag für die komplette Altersvorsorge? Natürlich nicht, aber mit einer weiteren Investition von 200 €/mtl. in z.B. eines meiner Handelssysteme mit einer Rendite von 12% kannst du nach 42 Jahren auf stolze 1 Million Euro blicken und das nach Abgeltungssteuer und Soli.

Fazit:

So früh wie möglich mit dem Sparen beginnen!

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