Larry Williams stellte fest, dass sich die US-Aktienmärkte in einem wiederkehrenden 4-Jahreszyklus bewegen, der stark mit dem US-Präsidentschaftszyklus zusammenhängt. Nicht alle Börsenjahre sind gleich gut. Bestimmte Jahre innerhalb des 4-Jahreszyklus sind statistisch stärker oder schwächer.
2026 ist es wieder soweit. Laut dem 4-Jahreszyklus sollte es eine Kaufgelegenheit geben. Haltet also genug Liquidität bereit, um bei schwächelnden Kursen bestehende Positionen aufstocken oder neu einsteigen zu können.
Die vier Jahre im Überblick
Jahr 1 – Post-Election Year
- Direkt nach der US-Präsidentschaftswahl
- Oft schwächeres Börsenjahr
- Politisch unpopuläre Maßnahmen werden früh umgesetzt
- Höhere Volatilität möglich
Jahr 2 – Midterm Year
- Historisch das volatilste und häufig schwächste Jahr
- Häufig deutliche Rücksetzer oder Korrekturen
- Tiefpunkte entstehen oft im Spätsommer/Herbst
Jahr 3 – Pre-Election Year
- Statistisch stärkstes Börsenjahr
- Regierung stimuliert Wirtschaft vor der Wahl
- Viele neue Allzeithochs
Jahr 4 – Election Year
- Meist positiv, aber schwankungsreicher
- Stärke oft bis zur Wahl, danach mehr Unsicherheit
Kernaussage von Larry Williams:
Die besten Chancen liegen im 3. Jahr des Zyklus,
die größten Risiken im 2. Jahr.
Beispiel (vereinfacht)
- 2022: Midterm Year → starkes Korrekturjahr
- 2023: Pre-Election Year → starkes Börsenjahr
- 2024: Election Year → tendenziell positiv
- 2025: Post-Election Year → historisch durchwachsen
Warum ist die 4-Jahres-Regel für Anleger interessant?
- Hilft bei der Markteinschätzung
- Gute Ergänzung zu langfristiger Geldanlage
- Besonders beliebt bei Tradern & Optionshändlern
Wichtig: Keine Garantie
Fazit
Die 4-Jahres-Regel nach Larry Williams zeigt, dass Börsenzyklen oft politisch geprägt sind. Besonders das 3. Jahr des Zyklus gilt historisch als chancenreich, während das 2. Jahr erhöhte Risiken birgt.
Ideal als Orientierung – nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage.
| Jahr | Max. intrajährlicher Drawdown |
| 1990 | −19 % |
| 1994 | −8,5 % |
| 1998 | −19 % |
| 2002 | −25,5 % |
| 2006 | −7 % |
| 2010 | −10 % |
| 2014 | −8,5 % |
| 2018 | −19 % |
| 2022 | −26 % |
Durchschnittlicher maximaler Drawdown:
ca. −15,8 %


Interpretation (wichtig!)
- Im 4-Jahres-Rhythmus lag der durchschnittliche maximale Jahres-Rückgang bei rund −16 %
- Das gilt unabhängig davon, ob das Jahr am Ende positiv oder negativ war
- Passt sehr gut zur Börsen-Faustregel:
„15–20% Drawdown sind normal, selbst in guten Jahren“
mögliche Vorgehensweise:
1. Teile deine Liquidität in 3 Teile
2. Kaufe den S&P 500 nach 10% Kursverlust mit dem ersten Liquiditätsteil
3. dann nach 15% Kursverlust mit dem zweiten Teil des Geldes und
4. den 3. Teil nach 20% Kurskorrektur
Sollte der Kurs noch weiter fallen ist das nicht so schlimm. Einfach abwarten. Fällt allerdings der Kurs nicht bis zur -20% Marke, wartest du solange bis der Kurs des S&P wieder auf Allzeithoch ist und kaufst dann mit der Restliquidität.
So erhältst du einen guten Durchschnittskurs!